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Implantate bei Parodontitis: Chancen und Risiken

Implantate bei Parodontitis: Chancen und Risiken

Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparats. Sie verursacht Knochenabbau und Zahnlockerung. Viele Patienten wünschen festen Zahnersatz. Implantate bei Parodontitis sind grundsätzlich möglich. Die Planung ist jedoch anspruchsvoller. Entscheidend ist eine stabile...
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Die kurze Antwort

Implantate sind auch nach Parodontitis grundsätzlich möglich – Voraussetzung ist eine abgeschlossene Parodontaltherapie mit stabiler Entzündungskontrolle. Da das Risiko einer Periimplantitis erhöht ist, gehören engmaschige Nachsorge (oft alle drei bis vier Monate), sehr gute Mundhygiene und häufig ein Knochenaufbau zur Planung. Rauchverzicht verbessert die Erfolgsaussichten deutlich.

Voraussetzung
Abgeschlossene Parodontitis-Behandlung und über mehrere Monate stabile Befunde
Risiko
Erhöhtes Periimplantitis-Risiko durch höhere bakterielle Belastung; Rauchen senkt die Erfolgsquote zusätzlich
Nachsorge
Engmaschige Prophylaxe bzw. unterstützende Parodontitistherapie (SPT), oft alle 3–4 Monate
Gut zu wissen
Nach parodontalem Knochenabbau ist häufig ein Knochenaufbau nötig, um das Implantatlager zu verbessern

Ob eine Implantation nach Parodontitis möglich ist, klärt die individuelle Voruntersuchung in der Praxis.

Was bedeutet Parodontitis für ein Implantat?

Was bedeutet Parodontitis für ein Implantat?

Bei Parodontitis steigt die Keimlast im oralen Biofilm. Das Risiko für Periimplantitis nimmt dadurch zu. Beides sind Entzündungen am Hart- und Weichgewebe. Periimplantitis betrifft die Schleimhaut und den Implantatknochen. Es kommt zu Sondierungsbluten und Taschenbildung. Unbehandelt entsteht periimplantärer Knochenabbau.
Wann ist eine Implantatversorgung sinnvoll?

Wann ist eine Implantatversorgung sinnvoll?

Zuerst muss die Parodontaltherapie abgeschlossen sein. Danach prüfen wir Entzündungsparameter und Stabilität. Wichtig sind geringe Sondierungstiefen und wenig Blutung. Auch die Mundhygiene zählt stark. Wir messen Plaqueindex und Blutungsindex. Erst dann wird ein Implantat seriös planbar. Der Begriff „Parodontitis bei Implantaten“ beschreibt genau diese Situation. Es geht um Implantate trotz Parodontitis-Vorgeschichte. Dann braucht es ein klares Risikomanagement.
Voruntersuchung in der Praxis Wunschlachen

Voruntersuchung in der Praxis Wunschlachen

Wir starten mit Anamnese und Risikoanalyse. Rauchen, Diabetes und Stress erhöhen Entzündungsrisiken. Auch Bruxismus beeinflusst die Implantatbelastung. Danach folgt die klinische Befunderhebung. Wir prüfen Sondierungstiefen, Furkationen und Zahnlockerungen. Zusätzlich erfassen wir Rezessionen und Weichgewebsqualität. Bildgebung ist der nächste Schritt. Ein digitales Röntgen zeigt Knochenhöhe und Defekte. Bei Bedarf nutzen wir 3D-Diagnostik zur Operationsplanung.
Parodontitis zuerst behandeln: So läuft die Therapie

Parodontitis zuerst behandeln: So läuft die Therapie

Die Basistherapie beginnt mit professioneller Zahnreinigung. Danach folgt die subgingivale Instrumentierung. Dabei entfernen wir Konkremente und Biofilm aus Taschen. Je nach Befund kommt eine adjuvante Antibiotikatherapie infrage. Das wird streng indikationsbezogen entschieden. Wichtig bleibt immer die mechanische Reinigung. Bei tiefen Defekten kann eine chirurgische Therapie nötig sein. Hier nutzen wir Lappenoperationen und regenerative Verfahren. Zum Beispiel mit Membranen oder Schmelzmatrixproteinen. Erst nach Heilung beurteilen wir das Ergebnis. Entscheidend ist die reduzierte Entzündungsaktivität. Ohne stabile Phase steigt das Implantatrisiko.
Knochenangebot nach Parodontitis: Reicht es aus?

Knochenangebot nach Parodontitis: Reicht es aus?

Parodontitis führt oft zu vertikalen Knochendefekten. Für ein Implantat braucht es ausreichendes Knochenvolumen. Fehlt es, planen wir Augmentationen. Typisch sind Guided Bone Regeneration und Knochenersatzmaterial. Auch autologer Knochen kann sinnvoll sein. Im Oberkiefer ist manchmal ein Sinuslift erforderlich. Die Weichgewebe sind ebenfalls wichtig. Eine ausreichende keratinisierte Mukosa erleichtert die Hygiene. Sie reduziert Reizungen im periimplantären Bereich.
Implantatsetzung: Welche Strategie ist sicher?

Implantatsetzung: Welche Strategie ist sicher?

Nach Parodontitis ist häufig eine verzögerte Implantation sinnvoll. So kann das Gewebe stabil ausheilen. Bei ausgewählten Fällen ist Sofortimplantation möglich. Die Entscheidung hängt von Infektionslage und Defektform ab. Auch Primärstabilität spielt eine große Rolle. Wir wählen Implantatdesign und Oberfläche passend zum Befund. Während des Eingriffs achten wir auf atraumatische Chirurgie. Das schützt Knochen und Weichgewebe. Eine gute Nahtführung unterstützt die Wundheilung.
Material und Prothetik: Details, die Entzündungen verhindern

Material und Prothetik: Details, die Entzündungen verhindern

Meist verwenden wir Titanimplantate oder Keramikimplantate. Beide Materialien sind biokompatibel und gut etabliert. Die Auswahl richtet sich nach Befund und Wunsch. Auch die Suprakonstruktion muss hygienefähig sein. Ein sauberes Emergenzprofil erleichtert die Reinigung. Zementreste sind konsequent zu vermeiden. Wir planen daher zementfreie Lösungen, wenn es sinnvoll ist. Alternativ arbeiten wir mit kontrollierter Zementierung. Das senkt das Risiko für periimplantäre Entzündungen.
Nachsorge ist Pflicht: Erhaltungsphase und SPT

Nachsorge ist Pflicht: Erhaltungsphase und SPT

Der langfristige Erfolg hängt von der Erhaltungstherapie ab. Man spricht von supportive periodontal therapy, kurz SPT. Sie umfasst Kontrollen, Prophylaxe und professionelle Biofilmkontrolle. Die Intervalle richten sich nach dem Risiko. Oft sind drei bis vier Monate sinnvoll. So erkennen wir frühe Entzündungszeichen. Wir prüfen Sondierungstiefen am Implantat. Auch Blutung, Suppuration und Röntgenbefunde zählen. Bei Bedarf behandeln wir periimplantäre Mukositis früh. Für Zuhause braucht es klare Hygieneinstruktion. Interdentalbürsten sind oft besser als Zahnseide. Bei Brücken helfen Superfloss und spezielle Bürsten.
Welche Risiken bleiben trotz guter Therapie?

Welche Risiken bleiben trotz guter Therapie?

Parodontitis ist eine lebenslange Erkrankung. Sie kann auch nach Jahren wieder aufflammen. Das betrifft auch Bereiche um Implantate. Rauchen bleibt ein zentraler Risikofaktor. Auch schlecht eingestellter Diabetes verschlechtert die Prognose. Beides erhöht die Entzündungsneigung deutlich. Zudem können okklusale Überlastungen Probleme machen. Schienen schützen bei Knirschen und Pressen. Auch eine korrekte Bisslage ist wichtig.
Vorteile bei stabiler Parodontitis

Vorteile bei stabiler Parodontitis

Ein Implantat ersetzt die Zahnwurzel funktionell. Es stabilisiert die Kaufunktion und die Phonetik. Viele Patienten gewinnen Lebensqualität zurück. Bei guter Planung bleibt der Knochen besser erhalten. Das verhindert Lückenwanderung und Fehlkontakte. Auch Prothesen lassen sich sicherer stabilisieren. Wichtig ist eine realistische Erwartung. Implantate sind kein Ersatz für Nachsorge. Sie brauchen Kontrolle, wie natürliche Zähne.
Fazit: Implantate bei Parodontitis sind planbar

Fazit: Implantate bei Parodontitis sind planbar

Implantate bei Parodontitis sind möglich, wenn die Entzündung kontrolliert ist. Entscheidend sind Therapie, Hygiene und regelmäßige SPT. In der Praxis Wunschlachen begleiten wir Sie strukturiert.

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FAQ – Häufige Fragen zu Implantaten bei Parodontitis

Ja, bei stabiler Parodontitis ist eine Implantation oft machbar. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Parodontaltherapie.
Bei Parodontitis ist die bakterielle Belastung häufig höher. Dadurch entzündet sich das Implantatgewebe schneller.
Ja, ohne Entzündungskontrolle steigt das Verlustrisiko deutlich. Die Therapie ist daher der erste Schritt.
Gemeint ist Implantatversorgung trotz Parodontitis-Vorgeschichte. Dann sind engere Kontrollen besonders wichtig.
Das hängt vom Befund und der Heilung ab. Meist prüfen wir mehrere Monate stabile Werte.
In der Regel ja, oft alle drei bis vier Monate. Das ist Teil der SPT.
Ja, Knochenabbau ist bei Parodontitis häufig. Augmentationen können das Implantatlager verbessern.
Rauchen verschlechtert die Wundheilung und erhöht Entzündungen. Es senkt die Erfolgsquote von Implantaten.
Das ist eine Entzündung der Schleimhaut am Implantat. Sie ist meist reversibel, wenn man früh behandelt.
Mit perfekter Mundhygiene und regelmäßigen Kontrollen. Auch eine stabile Allgemeingesundheit hilft.

Das sagen unsere Patienten

Ich habe mein erstes Implantat bekommen. Die Behandlung war absolut schmerzfrei und ich wurde super gut behandelt. Der Doktor und das Team nehmen sich Zeit und erklären alles was sie machen. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt und kann diese Praxis wärmstens weiterempfehlen. Vielen lieben Dank!

Busta MoveBewertet auf Google

Ich bin seit 2020 Patient. Meine Anliegen konnte ich sehr gut mit Herrn Paetz und dem Team besprechen und meine Fragen konnten beantwortet werden. Handwerklich wahrscheinlich einer der besten Praxen Berlins.

Bartek StawiszynskiBewertet auf Google

Ich, als absoluter Angst Patient muss sagen, tolles Team. Sehr schnell ein Termin bekommen, mein Zahn Problem, war in kürzester Zeit vorbei und mit der Lachgas Therapie war es erträglich.

Dave WBewertet auf Google

Ich hatte eine Prophylaxe bei Frau Kern. Als Angstpatientin fühlte ich mich sehr gut aufgehoben. Absolut kompetent, empathisch und behutsam. Die Praxis ist perfekt für Angstpatienten.

Nina IffländerBewertet auf Google

Ich bin die klassische Angstpatientin und diese Praxis hat es geschafft, mich etwas aus meinem Trauma herauszuholen. Die Schwestern sind so bemüht und die Ärztinnen super einfühlsam.

Saskia ReicheBewertet auf Google

Sehr freundlicher Tresen, keine Wartezeit und äußerst kompetente Zahnärztin. Vor allem habe ich geschätzt, dass mir keine Behandlung aufgedrängt wurde. Ich bin begeistert!

Andrea GerischerBewertet auf Google

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Medizinisch geprüft von Martin Paetz, Leitender Zahnarzt mit dem Schwerpunkt Chirurgie & Gründer von Wunschlachen — geprüft am 27.05.2026