
Schlechte Zähne: Ursachen, Folgen und moderne Lösungen
Die kurze Antwort
Schlechte Zähne haben fast nie nur eine Ursache. Karies, Parodontitis, nächtliches Knirschen, Medikamente und lange Behandlungspausen wirken zusammen. Zahnärzte bewerten das nicht, sondern ordnen nach Dringlichkeit: erst Schmerzen und Entzündungen, dann der Erhalt der Zähne, zuletzt das Aussehen. Auch ein stark sanierungsbedürftiges Gebiss lässt sich schrittweise behandeln.
- Wie Zahnärzte vorgehen
- erst Schmerzen und akute Entzündungen, dann der Erhalt der Zähne, zuletzt die Ästhetik
- Häufige Ursachen bei Erwachsenen
- Karies, Parodontitis, nächtliches Zähneknirschen, Mundtrockenheit als Nebenwirkung von Medikamenten, lange Behandlungspausen
- Parodontitisbehandlung
- seit dem 1. Juli 2021 als strukturierte Behandlungsstrecke in der PAR-Richtlinie geregelt und Leistung der gesetzlichen Krankenkassen
- Bonusheft und Festzuschuss
- nach § 55 SGB V steigt der Festzuschuss von 60 Prozent auf 70 Prozent nach fünf und auf 75 Prozent nach zehn Jahren lückenloser Vorsorge
- Härtefallregelung
- bei geringem Einkommen übernimmt die Krankenkasse nach § 55 Absatz 2 SGB V den doppelten Festzuschuss
- Behandlung in Abschnitten
- umfangreicher Sanierungsbedarf lässt sich über mehrere Etappen verteilen; der Heil- und Kostenplan legt Reihenfolge und Eigenanteil vorab fest
Die Zahlen zur Vorsorge stammen aus dem SGB V und den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses, Stand August 2026. Die Kariesdaten sind Bevölkerungswerte, keine Aussage über Ihr Kind. Was für Ihr Kind gilt, ergibt die Untersuchung.

Was meint man mit „schlechte Zähne“?

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Ab dem ersten Zahn bis zum ersten Geburtstag
Sobald der erste Zahn da ist, wird zweimal täglich geputzt. Für das Fluorid gibt es bis zum ersten Geburtstag zwei Wege, und die 2021 abgestimmte Handlungsempfehlung des Netzwerks Gesund ins Leben, an der die zahnmedizinischen und kinderärztlichen Fachgesellschaften beteiligt waren, stellt sie ausdrücklich nebeneinander: entweder die Fluoridtablette mit Vitamin D wie bisher und dazu eine fluoridfreie Zahnpasta — oder eine Zahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid in reiskorngroßer Menge und dann keine Fluoridtablette, sondern eine Tablette, die nur Vitamin D enthält. Wörtlich heißt es dort: „Es soll auf keinen Fall beides verwendet werden (fluoridhaltige Zahnpasta und Fluoridtablette).“ Ab dem 12. Lebensmonat gilt für alle Kinder die reiskorngroße Menge mit 1.000 ppm Fluorid. Welcher Weg für Ihr Kind gilt, klären Sie mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt. In diesem Alter putzen die Eltern; die Früherkennungs-Richtlinie sieht dafür die praktische Anleitung der Betreuungspersonen in der Praxis ausdrücklich vor. Im selben Zeitraum, vom 6. bis zum vollendeten 9. Lebensmonat, liegt der erste Zahnarzttermin Z1. Wie die Milchzahnpflege im Alltag aussieht, steht auf einer eigenen Seite.
Ab dem zweiten Geburtstag
Vom 12. bis zum 24. Lebensmonat bleibt es bei der reiskorngroßen Menge mit 1.000 ppm Fluorid, jetzt ohne Alternative und ohne Fluoridtablette. Ab dem zweiten Geburtstag wächst die Menge von reiskorn- auf erbsengroß, der Fluoridgehalt bleibt bei 1.000 ppm, geputzt wird weiter zweimal täglich. Der Nuckelflaschengebrauch ist jetzt der Punkt, den die Richtlinie in der Anamnese ausdrücklich abfragt: Zuckerhaltige Getränke, die über den Tag verteilt genuckelt werden, sind der klassische Weg in die frühkindliche Karies; was stattdessen zu einer zahnfreundlichen Ernährung gehört, haben wir gesondert zusammengestellt. Zwischen dem 34. und dem 72. Lebensmonat folgen die Termine Z4, Z5 und Z6.
Ab dem sechsten Geburtstag
Jetzt beginnt die Individualprophylaxe: eine Untersuchung je Kalenderhalbjahr, dazu Mundhygienestatus, Aufklärung, Anleitung und Fluoridierung. Etwa zur selben Zeit brechen die ersten bleibenden Backenzähne durch, die Sechser. Ihre Fissuren lassen sich versiegeln, solange sie kariesfrei sind — die Individualprophylaxe-Richtlinie empfiehlt, das so früh wie möglich zu tun, auch wenn der erste Molar schon vor dem sechsten Geburtstag durchbricht. Nachputzen bleibt sinnvoll, solange Ihr Kind die Zähne nicht selbst zuverlässig sauber bekommt.
Ab zwölf Jahren
Ab dem zwölften Geburtstag wird bei jeder halbjährlichen Untersuchung das Datum ins Bonusheft eingetragen. Das ist kein Formalismus: § 55 des Fünften Sozialgesetzbuchs knüpft daran später den höheren Festzuschuss beim Zahnersatz — 70 Prozent statt 60 Prozent nach fünf lückenlosen Jahren, 75 Prozent nach zehn. Ein Bonusheft, das mit zwölf beginnt, ist mit siebzehn bereits fünf Jahre alt.
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FAQ – Häufige Fragen
Das sagen unsere Patienten
Ich habe mein erstes Implantat bekommen. Die Behandlung war absolut schmerzfrei und ich wurde super gut behandelt. Der Doktor und das Team nehmen sich Zeit und erklären alles was sie machen. Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt und kann diese Praxis wärmstens weiterempfehlen. Vielen lieben Dank!
Ich bin seit 2020 Patient. Meine Anliegen konnte ich sehr gut mit Herrn Paetz und dem Team besprechen und meine Fragen konnten beantwortet werden. Handwerklich wahrscheinlich einer der besten Praxen Berlins.
Ich, als absoluter Angst Patient muss sagen, tolles Team. Sehr schnell ein Termin bekommen, mein Zahn Problem, war in kürzester Zeit vorbei und mit der Lachgas Therapie war es erträglich.
Ich hatte eine Prophylaxe bei Frau Kern. Als Angstpatientin fühlte ich mich sehr gut aufgehoben. Absolut kompetent, empathisch und behutsam. Die Praxis ist perfekt für Angstpatienten.
Ich bin die klassische Angstpatientin und diese Praxis hat es geschafft, mich etwas aus meinem Trauma herauszuholen. Die Schwestern sind so bemüht und die Ärztinnen super einfühlsam.
Sehr freundlicher Tresen, keine Wartezeit und äußerst kompetente Zahnärztin. Vor allem habe ich geschätzt, dass mir keine Behandlung aufgedrängt wurde. Ich bin begeistert!
